Der Feuerwehrführerschein kommt…

… irgendwann.
Aber ein großer Schritt wurde heute getan. Die deutsche Bundesregierung hat heute endgültig das Gesetz zum “Feuerwehrführerschein” verabschiedet. Dieses Gesetz sieht vor, dass Angehörige ehrenamtlicher Hilfsorganisationen nach organisationsinterner Ausbildung und Prüfung Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht fahren dürfen, die nur den Führerschein der Klasse B besitzen. In unserer Wehr betrifft das zwar nur eine Person (mich^^), aber trotzdem begrüßen wir die Neuregelung. Weiterer Nachwuchs kommt ja aber auch irgendwann in die aktive Truppe.
Diese Änderung des Straßenverkehrsgesetzes ist notwendig geworden, da 1999 die EU-Richtlinien zur Einteilung der Führerscheinklassen umgesetzt worden. Eine Folge war, dass mit dem neuen Führerschein der Klasse B nur noch Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen gefahren werden dürfen und nicht wie vorher Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen. Das Gewicht der Feuerwehrfahrzeuge ist im Gegenzug immer weiter gestiegen, sodass selbst kleinere Fahrzeuge wie MTW oder unser TSF-W die 3,5-Tonnen-Grenze reichlich überschreiten. Die erste Version, der sogenannte “kleine Feuerwehrführerschein” sah das Führen von Fahrzeugen bis 4,75 Tonnen vor. Sachen und Bayern initiierten eine Überarbeitung des Gesetzes, welche nun alle Instanzen des Gesetzgebungsverfahrens durchlaufen.
Der Gesetzesentwurf mit zwei Änderungsvorschlägen (auf Seite 9) ist hier zu finden. Dieses Dokument ist hier verlinkt. Beide Änderungsvorschläge wurden im finalen Gesetz eingepflegt. Die heutige Pressemeldung des Bundesrates (der letzten Instanz des Gesetzgebungsverfahrens) ist hier zu finden.
Nun liegt es an der sächsischen Landesregierung eine Verordnung zu erlassen, die die genauen Regelungen zur Umsetzung des Gesetzes beinhalten wird. Dies wird “in Kürze” geschehen (Quelle).  Der Freistaat Bayern rechnet “im Herbst” (Quelle) mit den ersten Feuerwehrführerscheinen.